Ist Englisch einfach?

Es ist im Allgemeinen einfacher, in die englische Sprache einzusteigen, als in eine andere Sprache. Typische Schwierigkeiten in der Grammatik (Satzstellung, Konjugation etc.) sind im Englischen sehr einfach. Es können auch von Anfängern schnell einfache Sätze gebildet werden.

Das Englische kennt für Dinge nur ein Geschlecht. Einzig für Lebewesen gibt es maskuline und feminine Formen. Die Verben werden nur wenig gebeugt. Die Satzstellung ist relativ stabil, sie folgt fast immer einem Schema. Die Beziehung der Objekte untereinander wird über Präpositionen geklärt. Artikel und Adjektive ändern sich nicht in Abhängigkeit vom Fall, wie es zum Beispiel im Deutschen ist.

 

Dieses alles, und einige Wortkenntnisse bewirken, dass man mit relativ wenig Wissen schon viel erreichen kann. Ab einem bestimmten Punkt ist Englisch aber auch schwieriger als andere Sprachen.

 

Das englische Zeitensystem ist wesentlich komplexer als das deutsche. Der Gebrauch der Modalverben wird dadurch auch schwieriger. Das Englische kennt unterschiedliche Wörter für die Beschreibung von Wandlungen, Wörter die dem deutschen „werden" entsprechen. Aus der Art, wie etwas geschrieben wird in der englischen Sprache lässt sich nicht immer entnehmen, wie es gesprochen wird. Viele Verben sind unregelmäßig und müssen schlicht auswendig gelernt werden. Das Englische kennt sehr viele Partizipialkonstruktionen und andere, wie den Gerund, die im Deutschen so nicht möglich sind.

 

In allen Sprachen der Welt ist die Aussprache wohl schwierig. Die akzentfreie Beherrschung einer Fremdsprache ist die Ausnahme. Im Englischen ist allerdings die Toleranz gegenüber Akzenten größer. Da Englisch in allen Teilen der Welt gesprochen wird, haben wir eine enorme Bandbreite an Akzenten, selbst unter Muttersprachlern.

 

Viele Lerner machen vor lauter Angst vor Ihrem Akzent den Mund nicht auf. So wird es mit dem Englischen natürlich nicht klappen. Sprache kommt von sprechen! Legen Sie also einfach mal los!