Chancen in Fehlern sehen

 

Im privaten Sprachunterricht machen wir einiges anders. Heut möchte ich euch einmal eine kleine Übersicht zum Thema Motivation und Fehlerkorrektur geben und erzählen, wie ich das so mache. Übrigens: "Schüler" sind bei mir sowohl Erwachsene wie auch Jugendliche. 

 

 

 

Bei der Fehlerkorrektur gibt es viele Dinge zu beachten. Es ist wichtig, über den Zweck der Aktivität nachzudenken. Konzentrieren sich die Schüler auf Genauigkeit oder Gewandtheit? Sind sie kreativ? Verwenden Sie Umschreibungen, wenn ihnen ein Wort fehlt?

 

Ich versuche nicht nur die Antwort zu geben, sondern heb den Fehler hervor und ermutige, die Antwort selbst zu erarbeiten. Auf diese Weise verarbeiten die Schüler den Fehler und verringern hoffentlich die Chance, dass sie es ihn wiederholen. Jeder Fehler ist eine Lernmöglichkeit.

 

Humor ist für eine gute Atmosphäre unerlässlich. Wenn ein Schüler etwas Lustiges gesagt hat, bringe ich ihn zum Lachen indem ich auf den lustigen Fehler hinweise. Da ich meine Schüler selbstverständlich gut kenne, weiß ich mit wem ich wie weit Scherze machen kann. Auch ein Amüsieren über den eigenen Fehler verfestigt das Gelernte.

 

 

 

Gruppen-Korrekturen lassen sich bei uns leider selten bewerkstelligen, da wir kaum Gruppen unterrichten. Gegenseitige Unterstützung hilft allerdings sehr beim Lernen. Deshalb nutze ich auch in zweier- Gruppen die Möglichkeit, dass der andere Schüler einen Fehler findet und korrigiert.

 

 

 

In einigen Fällen, wie z.B. bei der Sprachpraxis, würde eine Korrektur vor Ort den Ablauf des Unterrichts unterbrechen. Besser ist es Fehler zu notieren, wenn sie auftreten und sie nach Abschluss der Sprechübung zu verwenden. Ich greife diesen Fehler auf, nenne Beispiele, erkläre und lasse üben.

 

Um den Sprachfluss nicht zu unterbrechen und keinen bitteren Nachgeschmack zu hinterlassen weise ich manchmal auch gar nicht ein einen Fehler hin. Oft ist es wichtiger, einen Schüler einfach sprechen zu lassen. Es baut das Selbstvertrauen in die eigenen Sprachkenntnisse auf und motiviert.

 

Ich lobe meine Schüler! (Sorry an dieser Stelle, sollte ich es mal vergessen.)

Gute Leistungen, neu Gelerntes auch anwenden und Fehler selbst zu erkennen sind große Lernfortschritte. Ich freue mich mit meinen Schülern darüber und bringe das auch zum Ausdruck.